Montag, 5. November 2012
Auf an den Strand
Saigon mit seinen vielen Menschen, Mopeds, Geräuschen und Eindrücken haben wir für ein paar Tage hinter uns gelassen und genießen jetzt Sommer, Sonne, Meer und Strand in Russland - ach nee, Mui Ne :-).

Die Region hier ist touristisch fest in russischer Hand. Sogar die Hinweis- und Verkaufsschilder sind kyrillisch und wir wurden gestern bei einem Restaurant gefragt, ob wir die russische Karte haben wollten. Es ist aber kein Problem. Der Strand ist super und das Frühstück zum ersten Mal richtig klasse. Außerdem hat unser Resort seine Features geändert: Seit heute sind alle Getränke und Snacks aus der Minibar gratis :-).



Heute haben wir einen Relax-Tag am Strand und am Pool gemacht und ordentlich Sonne getankt.



Gestern haben wir Angela und Michael wiedergetroffen und hatten einen schönen Abend mit gutem Essen, Quatschen und Bier. Morgen versuchen wir die riesigen roten und weißen Sanddünen zu finden für die Mui Ne berühmt ist.



Ein bisschen Geschichte in Saigon
Zurück aus dem Mekong-Delta hatten wir noch einen Tag in Saigon bevor es aufging zum Strandurlaub. Diesen Tag haben wir erstmal zum Ausschlafen genutzt, bevor es zum Sightseeing ging. Wir haben uns das Kriegsmuseum angeschaut, in dem viele teils recht bedrückende Bilder aus dem Vietnam-Krieg ausgestellt sind. Besonders ging es um Agent Orange und Kriegsverbrechen. Danach gab's erstmal einen Kaffee um die Bilder zu verdauen und anschließend ging's in den alten Präsidentenpalast.



Der war nicht ganz so beeindruckend, aber man konnte dort die Bankettsäle, Verhandlungszimmer und Wohnräume des Präsidenten besichtigen. In die geheimen unterirdischen Gänge durfte man nicht, aber man konnte sie erahnen :-). Den Nachmittag haben wir religiöser gestaltet: ein Hindu-Tempel, eine christliche Kirche, eine pinke christliche Kirche und ein schon geschlossener buddhistischer Tempel, aus dem uns die Hunde verjagt haben. Von Allem etwas. Nicht zu vergessen auch das architektonisch sehr schöne Post-Office. Um unser Karma zu pflegen haben wir überall ein wenig Tempelgeld hinterlassen. Im Post-Office gab's dafür kein Karma, aber Briefmarken.



Zum Abschluss dieses sehr warmen Tages gab es erst ein kühles Bier in einem "Bräuhaus" und dann echtes Streetfood in einem Restaurant, in dem der Chef die besten Straßenköche von Saigon versammelt hat. Sehr lecker, auch wenn der Nachtisch "interessant" war ;-) - süßer Reis in Reiswein und giftgrüner Reisflan mit supersüßer Kokossoße und Sirup.