Montag, 29. Oktober 2012
Latuechten... Jede Menge Latuechten!
Hoi An - die Stadt mit den unzaehligen Laternen. Laternen als Lampen in den Bars und Restaurants, Laternen als Strassen- und Brueckenbeleuchtung und Laternen als Handelsgegenstand Nummer 2, um die letzten Nieschen des Touristengepaecks auszufuellen. Bunt, weiss und vor allem rot erhellen sie Abends den alten Teil der Stadt und sorgen neben den kleinen meist sehr schoenen Haeuschen so fuer eine heimelige Stimmung.



Glueck muss man haben... Dank unserer guten Just-in-time Vorbereitung, haben wir auf der Fahrt von Hue nach Hoi An erfahren, dass es einmal im Monat, jeweils am 14. nach dem Mondkalender ein Moonlight Festival gibt. Das bedeutet, dass bei Einbruch der Dunkelheit bis 21 Uhr alle Restaurants, Bars, Laeden und Hotels in der Altstadt weitgehend saemtliches elektrische Licht abschalten muessen und stattdessen mit viel Kerzenlicht arbeiten. Dazu werden jede Menge Kerzenschiffchen auf den Fluss gesetzt. Wie gesagt, Glueck muss man haben, das Moonlight Festival fand am Abend unserer Ankunft statt. Das war schon ein schoenes und beeindruckendes Bild und wir konnten die verschiedenen Funktionen von Simones Kamera mal in voller Bandbreite bemuehen.



Natuerlich sind wir hier im Gegensatz zu Ninh Binh wieder dem vollen Tourismus ausgesetzt. Das ist aber auch nicht nur schlecht, denn daduyrch gibt es viele schoene Cafes und gute Restaurants, in denen wir es uns gut gehen lassen. Auch am Strand waren wir heute Vormittag. Wellen, Sonne und die Stroemung nach links haben uns stark an den Atlantik erinnert, die Wassertemperatur eher an die heimische Badewanne :-)



Morgen werden wir noch einen weiteren ruhigen Tag hier verbringen bevor es dann in die Grossstadt geht. Diesmal dann per Flieger, Bus fahren tuen wir dann noch frueh genug wieder.



Im Nachtzug nach Hue
Nach unserem Stop in Ninh Binh haben wir abends den Nachtzug nach Hue genommen, zu unserem naechsten Zwischenziel. Den Zug haben wir prima bekommen. Der Hoteleigentuemer und sein Vater haben uns schnell mit dem Motorbike zum Bahnhof kutschiert. In unserem Hotel waren noch zwei Oesterreicher, die auch im Zug mitgefahren sind und am Bahnhof haben wir dann auch noch weitere Deutsche getroffen. Das Zugabteil haben wir uns dann mit zwei Hollaendern geteilt, nachdem wir ein paar Einheimische zum Weiterziehen bewegt haben, die es sich vorher in unseren Betten bequem gemacht hatten.

Wider Erwarten konnten wir im Zug auch ganz gut schlafen und kamen relativ ausgeruht in Hue an. Es hatte sich schon
angekuendigt, dass das Wetter eventuell nicht so gut werden sollte, aber wir hatten mal wieder Glueck und kamen trockenen Fusses bis zum Abend durch. Immer wenn es mal kurz schauerte, sassen wir gerade im Trockenen :-).

Wir haben wie zuvor auch die Stadt zu Fuss erkundet und erstmal einen Stop im Coop gemacht. Dort haben wir unser Fruehstueck - aeh Mittagessen ;-) besorgt. Unser erster vietnamesischer grosser Supermarkt mit teilweise sehr interessanten Waren.



Dann haben wir uns die Zitadelle angeschaut. Das ist ein riesiges Gelaende mit jede Menge alten Gebauden, der verbtenen Stadt in Peking nachempfunden. Leider ist in diversen Kriegen einiges zerstoert worden, aber man restauriert einiges davon gerade und was schon fertig ist, ist echt schoen geworden.



Besonders in den Gaerten hat es uns sehr gut gefallen. Es ist dort schoen ruhig und wir waren die Einzigen dort. Die Blumen sind echt toll und sehr gut gepflegt.



Hue ist also auf jeden Fall einen Stop wert, auch weil es bloed waere, mit dem Nachtzug anzukommen und gleich ein paar Stunden spaeter wieder im Bus zu sitzen. Die Zitadelle sollte man sehen, ein Tag reicht aber aus unserer Sicht fuer den Besuch aus.

Abends hat es dann angefangen staerker zu regnen - das waren die Auswirkungen des Taifuns. Der ist zum Glueck weiter noerdlich auf das Land getroffen. Irgendwo zwischen Ninh Binh und Hanoi. Wir hatten also mal wieder Glueck und haben rechtzeitig den Absprung nach Sueden geschafft.

Am naechsten Morgen ging es dann weiter im Bus nach Hoi An. Darauf haben wir uns schon gefreut, denn Hoi An soll sehr schoen sein. Leider hatte man uns als einzige Reisemoeglichkeit den Open Tours Bus angepriesen. Johannes hatte schon gemeint, dass der nicht so toll ist, jetzt wissen wir warum. Mieser Bus, ein Fahrer, dem es nur ums Geld geht. Der Bus war total voll und das Gepaeck stapelte sich auch noch auf den Sitzen. Hinterher wussten wir dann warum: Der Herr Busfahrer hat sich noch ein Trinkgeld dazu verdient. Er hat Leute aufgesammelt, dafuer vermutlich auch noch Umwege gefahren und dann kamen aus dem Gepaeckraum ein Moped, vier riesige Saecke Stroh oder Reis und zwei grosse Taschen mit Getraenkeflaschen. Kein Wunder, dass da kein Platz mehr fuer unser Gepaeck war...

Und noch was Positives zum Schluss: Die Reisegemeinschaft ist hier relativ uebersichtlich, so dass man auch immer wieder die gleichen Leute trifft. Es sind viele auf der gleichen Route unterwegs. Die Oesterreicher aus Ninh Binh haben wir in Hue im Bus dann auch wieder getroffen. Und auf der Halong-Tour haben wir zwei super nette Malaysier getroffen, mit denen wir zurueck in Hanoi auch noch sehr schoen gegessen haben, bevor wir dann in den Zug nach Ninh Binh gestiegen sind. Mit Ihnen und zwei weiteren Deutschen hatten wir auf dem Boot oft zusammen gesessen und gequatscht und werden auch versuchen, in Kontakt zu bleiben.